Mittwoch, 8. Juli 2015

Konstantin ist da

Nach nur dreieinhalb Stunden harter Arbeit kam unser kleiner Prinz heute um 12:24 zur Welt.

9:00 Blasensprung
9:30 Rettung ist da
10:00 Ankunft im Spital
12:24 Geburt

Gewicht: 3960g
Größe: 53cm

Sowie in aller Kürze, ganz so einfach war's aber natürlich nicht:

Schon in der Nacht habe ich wohl Wehen gehabt. Aber immer nur im Unterbauch - so kenne ich das von Mia nicht. Weil ich tags zuvor aber mehrere Kilogramm Obst gegessen habe, hab ich die "Bauchschmerzen" darauf geschoben. Als die aber gegen sieben Uhr Früh irgendwie immer regelmäßiger und intensiver werden, mach ich mir schon so langsam Gedanken, schlafe aber irgendwie wieder ein. Erst um kurz nach acht weckt uns dann Mia auf. Ich geh schnell duschen, da werden die Wehen dann schon sehr heftig.

Beim Anziehen am Bett dann der Blasensprung - jetzt ist alles klar! Der beste Ehemann und Papa von allen ruft die Rettung, während ich mich fertig anziehe und Mia erkläre, was jetzt alles passieren wird. Die nimmt das eigentlich ziemlich locker und winkt noch lieb zumAbschied.

Der Krankenwagen fährt zum Glück sehr vorsichtig, die drei Wehen, die ich auf dem eigentlich sehr kurzen Weg zum Spital habe, tun aber trotzdem doppelt weh.

Gleich nach der Ankunft werd ich von einer Hebamme untersucht: der Muttermund ist schon vier Zentimeter weit offen - ich hab die Hoffning, dass sich Konstantin nicht ganz so viel Zeit lässt, wie damals Mia. (Hahahahaha)
Dann werde ich aus CTG angeschlossen und muss mehrere, immer heftiger werdende Wehen veratmen.
Die Hebamme hilft mir beim Stellungswechsel und fragt mich, ob es mir eh noch gut geht, oder ob ich ein Schmerzmittel brauche. Mir geht's gut, also lehne ich's ab. 
Bei der nächsten Wehe untersucht sie mich wieder: sieben Zentimeter! 

Sie verlässt mich kurz, schickt aber Ersatz: eine junge, unfreundliche Frau kommt herein und löchert mich während einer ziemlich heftigen Wehe mit irgendwelchen blöden Fragen, die ich in diesem Moment nicht beantworten kann und will. Zum Glück kommt "meine" Hebamme schnell wieder, um mir einen Venenzugang zu legen.

Jetzt werden die Wehen schnell sehr schmerzhaft, ich bekomme einen pflanzlichen Wehenhemmer, der gar nichts bewirkt. Der kleine Mann hat beschlossen, es eilig zu haben. Und das, nachdem er sich vier Tage Zeit gelassen hat!

Eine zweite Hebamme kommt helfen, die beiden sind ein gutes Team und leiten mich gut an, wenn ich Panik bekomme. Das passiert tatsächlich einige Male, die Wehen kommen jetzt in kurzen Abständen und immer heftiger. 
Die Hebamme möchte mich kurz untersuchen und bittet mich, mich auf den Rücken zu legen - das dauert aber drei Wehen lang. Als sie fertig ist, fragt mich, ob ich die Position wechseln möchte, wie ich mich am wohlsten gefühlt hätte. Ich schaffe es aber nicht mehr, mich in den Vierfüßlerstand hochzuhieven, zu schnell und heftig kommen jetzt die Wehen. Um kurz vor zwölf schaue ich auf die Uhr, kurz darauf beginnen schon die Presswehen. Darauf bin ich nicht wirklich vorbereitet, wieder kurze Panik. Ich kann richtig spüren, wie der Kleine immer weiter nach unten und draußen drängt, es bleibt mir gar nichts anderes übrig, als mitzupressen. 
Trotzdem reicht auch diesmal meine Kraft nicht aus, der Oberarzt "hilft" ein bisschen mit. Um zwölf Uhr vierundzwanzig ist Konstantin dann da. Die Hebamme legt ihn mir sofort auf den Bauch, kurz später kommt die Nachgeburt und auch der beste Ehemann und Papa von allen trifft ein. Der kann gar nicht glauben, dass unser kleiner Prinz schon geboren wurde. Und ich eigentlich auch nicht.

Ich bin den beiden Hebammen unendlich dankbar, die mir so gut und freundlich und kompetent durch die Geburt geholfen haben. 

Gegen fünf Uhr kommt die Kinderärtzin, um sich Konstantin genau anzusehen. Der beste Ehemann und Papa von allen hat in der Zwischenzeit alle möglichen Leute informiert und hat Mia von den Großeltern zurückbeordert. Um sieben Uhr werden wir entlassen und dürfen die erste Nacht daheim in unseren eigenen Betten verbringen!

Andrea 

Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures Sohnes! Gute Erholung und eine schöne, ruhige Kennenlernzeit wünsche ich euch!
    LG

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